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Widerwärtiger als Maden, die sich aus einem aufgedunsenen Schweinekadaver ergießen: deutsche Polizisten

In Friedrichshain werden gerade ein paar weiße Mittelklassenkids aus »ihrem« Haus vertrieben, wofür der Bullen-Senator Frankyboy Henkel gerne ein paar Hundertschaften abstellt. Diese nervten nicht nur halb Berlin mit ihren Hubschraubern, sondern blockierten mit ihren Schweinetransportern auch eine Bäckerei, woraufhin die Cops dort Hausverbot erhielten. So weit, so normal. Für die »Gewerkschaft der Polizei« aber mal wieder eine Gelegenheit zu zeigen, aus was für kranken Arschlöchern sie besteht. Sie schrieb auf »Facebook«:

Tauschen Sie bei den Nazis Juden gegen Polizisten aus…

Ja, tauschen Sie! Und was kommt dabei heraus? Daß die Juden den Nazis die Einfahrten zugeparkt hatten und die Deutschen sie deswegen vergasten? Oder daß die Juden an der Ostfront deutsche Polizisten erschießen? Oder – getauscht oder nicht – daß die deutschen Bullen perverse Arschkrampen wie die deutschen Kapitalisten sind?

Rechthaberei & Paranoia

Die Aufforderung, die eigene Meinung absolut zu setzen, ist Seelenbalsam für den sich ausbreitenden Typus des enthemmten Subjektivisten. Das nachbürgerliche Subjekt, das es zum rechthaberischen Politisieren treibt, kompensiert seine reale Ohnmacht durch die affektive Besetzung der eigenen Meinung, deren triumphale Inszenierung das Gefühl verschafft, zu denen zu gehören, die wissen, wo es lang geht.

Warum behauptet der Nachbürger David Schneider über die AfD zu reden, wo die Stalinisten-Sekte “Bahamas” doch sich selber im Spiegel erkennen müßte? Die Antwort lesen sie mal wieder nicht bei Justus Wertmüller, sondern Siggi Freud.

Oxi? Fuck you!!

Vor ein paar Wochen, am 3.7. demonstrierten in Berlin Idioten, Deppen, Irre – die Linken also – „für Demokratie“ in Griechenland, womit sie das nationalistische Syriza-Regime meinten. Unter den Linksdeutschen waren natürlich die widerlichen Parlamentarismus-Arschlöcher von „ums Ganze“ zu finden.
Bescheiden verteilte das BfmR an diesem Tag ein kleines Flugblatt, dessen Text und Layout wir hier dokumentieren.

SEID IHR SCHON TOT?
Was wollt ihr? Größere Käfige und längere Ketten?

Wäre die Sache nicht so ernst, wir könnten nicht herzlicher lachen!
So aber können wir gar nicht genug saufen, wie wir kotzen möchten:

Diesen „Linken“, die sich europäische Visionen – solidarisch und demokratisch – wünschen, leiden am demokratischen Fieber und lindern es mit Moralin.
Geht es nach ihnen, stellt sich Politik dar als willkürliche Entscheidungen einer bestimmten Richtung (Merkel, Schäuble, die Mastgans Gabriel). Dagegen quillt aus ihnen stets eine Anklage gegen den „Neoliberalismus“ also die Forderung nach staatlicher Zügelung eines irgendwie zügellosen Kapitalismus und damit die Befürwortung einer politischen Taktik, die sich in der Vergangenheit bereits blamiert hat und notwendigerweise in das mündete, was als Neoliberalismus gegeißelt wird.

Ausgerüstet mit gutem Willen, gehen diese „Linken“ auf dem Kopf, die Füße in die wolkigen Höhen ragend, aus denen sie der Wirklichkeit ihren normativen Trotz dekretieren wollen. „Mit den Füßen“ haben sie dann auch gedacht: „Nein, es soll nicht so sein!“
Und so machen sie fleißig Lösungsvorschläge, wie wir dieses Schlamassel der internationalen Wirtschaftsordnung irgendwie „demokratischer“ machen könnten. Also im besten Falle größere Käfige und längere Ketten!
Warum zur Hölle sollten wir ein Systems reparieren, das uns zerstört?

Wie „Linke“ so sind, glauben sie sich immer noch ein wenig dümmer machen zu müssen, um noch einen Schritt weiter hinter der Wirklichkeit hinterher zu hinken.
Als außerparlamentarischer Flügel der Linkspartei können sie sich nichts radikaleres vorstellen, als eine Volksabstimmung in Griechenland zu unterstützen, ein Manöver eines ohnmächtigen Staates. Man kann natürlich auch wie die Demagogin Wagenknecht einen Schuldenschnitt fordern. Niemandem scheint dabei aufgefallen zu sein, wie willfährig man sich damit zu den theoretischen Handlangern jener Kapitalistenbande macht, deren Forderungen so zumindest noch in realistischer Weise bedient werden könnten und die man davor scheinheilig verbal attackiert hatte.

Sie könnten einem schon Leid tun, diese Politikerinnen! Das Mitleid überlassen wir den „Linken“, deren Hauptantrieb überhaupt Mitleid zu sein scheint.

Wir dagegen haben kein Mitleid. Weder mit Syriza noch mit den von ihnen gedeckten griechischen Kapitalisten. Immer dann, wenn vom Volk die Rede ist, in diesem Falle vom Griechischen, sind die Schweinereien des sozialen Friedens in vollem Gange. Hat etwa Syriza die Zusammenarbeit von Bullenapparat und den faschistischen Schlägern beendet? Was haben sie getan, nachdem im Mai durch einen Brand in einer Ölraffinerie in der Gegend Aspropyrgos vier Arbeiter starben? Eine der zweitreichsten Kapitalistenfamilien, einer der größten Anteilseigner der Raffinerie, die den Unmut der Arbeiter auf sich zog (bei dem Brand versagte der Feueralarm), konnte sich dem Schutz der Bullen und Golden Dawn Schläger sicher sein.

Die „echte Demokratie“ (was auch immer echter ist als die Wirklichkeit) hat ihre Existenz im Himmelreich frommer Idealisten. Als Menschen aus Fleisch und Blut können wir uns nicht von Flausen ernähren. Die Aufgabe die uns die Wirklichkeit stellt, ist eine äußerst materielle: diese Wirtschaftsordnung zu überwinden oder uns weiter mit ihrer „Verbesserung“ herumschlagen zu müssen. Wollt ihr das?

Kapitalismus ist keine Veranstaltung einiger Gieriger und moralisch verdorbener Staatslenkerinnen. Dahinter steht kein moralisches Versagen, irgendetwas, was man besser machen könnte. Dahinter steht einfach und banal der materielle Verwertungszwang einer Wirtschaftsordnung, wobei alle Arbeitskraft mittelbar oder ganz unmittelbar nur für die Anhäufung von Profit angewandt wird, das Perpetuum Mobile der Kapitalakkumulation.

Lasst uns das Bewußtsein über unsere Stellung in dieser Gesellschaft, als Klasse der Produzentinnen und Produzenten organisieren. Als Ausbeutungsobjekte hat uns das Kapital bereits weltweit zugerichtet.

So liegen die größten Potenziale dort, wo die weltweite Bewegung des Unmuts am schwächsten, der Zusammenhang am brüchigsten ist: In den Fabrikbesetzungen, wilden Streiks, Plünderungen und praktischen Konfrontation mit den Schergen des Staates. Dort wurden die Grenzlinien des Klassenkampfes gezogen und die Frage nach der materiellen Organisation unseres Lebens wenn nicht gestellt, so zumindest angedeutet.

Die angeblichen starken Fortschritte über die sich unsere „Linken“ freuen, sind dabei ihre gröbsten Fehler: die Gründungen neuer Oppositionsparteien, die Forderungen nach politischen Reformen, das Occupy-Geschwafel von den 99%, das zu solch fruchtbaren Debatten führte, ob etwa die Polizei nicht auch Teil dieser ominösen 99% sei, das Gerede von Gier und Machtmissbrauch, das nur die andere Seite dieser Ordnung darstellt, die nicht naturgegeben ist: der ganze Müllhaufen der Weltverbesserer.

Lasst uns die Produktionsmittel aus den Händen der Kapitalistenklasse entreißen und zur Produktion für unsere Bedürfnisse verwenden!
Wir brauchen kein Kapital! Was wir brauchen sind Nahrung, Wohnung, Luxus!
Im Kapitalismus bedeutet der Einsatz von Maschinerie für alle Arbeitenden Arbeitslosigkeit, ein Übel, wobei doch gerade die Abwesenheit von Arbeit das Glück wäre!
Wir brauchen keine von der materiellen Produktion getrennte politische Gewalt! Lasst uns den Staat zerschlagen!

Brechen wir den sozialdemokratischen Konsens!

CLASSWAR WORLDWIDE! FUCK YOU!

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Ivo der Aufständige

Wer würde keinen Frust verspüren, wenn er oder sie dazu gezwungen wäre, in einem öden Freiluftgefängnis zu hausen und dabei den Klischee-darstellenden Hanswurst für einem paar höhergestellte Idioten spielen zu müssen?
In Deutschland kann uns ein gar nicht so primitiver Primat mit einer Geste an das erinnern, was grundsätzlich von allen gespürt wird: Der Zorn über ein Überleben in Sklaverei und Langeweile.
Wenn bereits die Zooinsassen, denen man nur durch die Gewalt der Einsperrung ihre Minderwertigkeit gegenüber den angeblich vernunftbegabten Menschen zu beweisen können glaubt, gegen ihre aufgezwungene Rolle rebellieren, ist es langsam an der Zeit, dass die Proleten ihnen nachfolgen und mit der Zerstörung aller Gefängnisse und ihrem eigenen Proletensein beginnen. Allein schon, um sich vor den Tieren nicht lächerlich zu machen.

Deutsche Opfer sind doch keine Neger

Es passiert nicht oft, „ausgesprochen selten“ ist immer noch eine Übertreibung: eine gelungene künstlerische Aktion. Aber in der Nacht von Sonntag auf Montag gab es eine solche, sogar in Berlin. Eine ansonsten völlig uninteressante Künstler-Gruppe hat vierzehn weiße Kreuze entwendet, die an Wirtschaftsflüchtlinge, die es aus der DDR nicht über die Spree nach West-Berlin geschafft haben, erinnern sollen. Neu genutzt werden sollen die Kreuze nun an der EU-Außengrenze, die in den letzten 25 Jahren den Tod von mindestens 30.000 Menschen verschuldet hat. (Zur Erinnerung: die Berliner Mauer hat selbst bei dümmster Zählung in 28 Jahren keine 140 Toten, die deutsch-deutsche Grenze insgesamt keine 900 auf dem Gewissen.)

Wie gelungen die Aktion ist, kann man den sehr deutschen Reaktionen entnehmen. „Mit dem Entfernen der sieben weißen Gedenkkreuze ist ein neuer Höhepunkt politischer Geschmacklosigkeit erreicht. Wer im Nachhinein die Opfer der SED-Diktatur verhöhnt, sollte sich in Grund und Boden schämen“, instrumentalisiert z.B. der Berliner Bullen-Senator und Ober-Rassist Henkel die sog. Mauertoten, da für ihn nicht jeder Mensch ein Mensch ist, sondern ein toter Deutscher ein beklagenswertes Opfer, ein Neger aber nur ein Ärgerniß, das es nicht in die EU und schon gar nicht bis Berlin schaffen soll. „Fassungslos“ ist laut „Tagesspiegel“ eine Rentnerin: die Gedenkkreuze „gehören an einen Ort, wo sie konkret an die Opfer des Mauerbaus erinnern“, dabei wurden beim Bau der Mauer gar keine Bauarbeiter von herunterpurzelnden Steinen erschlagen.

Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Nein, nicht zu den nicht-toten Bauarbeitern, sondern zu den „entführten Kreuzen“, wegen „besonders schwerem Diebstahl“.

Während sich Deutschland für den 25. Jahrestag des fragwürdigen Mauerfalls warmläuft, daß die Kotzkübel überquellen, startete Frontex, die europäischen Agentur für Flüchtlingsabwehr, am Samstag, dem 1. November ihre neue Mission „Triton“. Kritisiert wird diese von Menschenrechts-NGOs, weil das Mandat nur den „Schutz“ der Küsten Italiens und Maltas, nicht aber die Rettung schiffbrüchiger Flüchtlinge umfasst und somit zu erwarten ist, daß im Mittelmeer noch mehr Flüchtlinge ertrinken werden. Allein dieses Jahr waren es mindestens 3.000 Menschen, die bei dem Versuch, vor Folter, Mord und Hunger aus Afrika nach Europa zu fliehen, im Mittelmeer verreckten.

zaun_melilla

Hier müssen Flüchtlinge nicht durchkommen, es trifft ja keine Deutschen und auch keine Facharbeiter.