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March For Homes Ends in Occupation of Aylesbury Estate

Nach dem March For Homes am 31.1., Motto war unter anderen »Eigentum ist Diebstahl«, kam es zur Besetzung eines Teils des Aylesbury Estate, einem recht großen Hochhauskomplex in South East London, der seit 2009 platt gemacht wird, damit das Kapital mehr Profit erwirtschaften kann.

Die Bullen haben darauf andere Häuser kaputt gemacht, damit die Besetzung sich nicht ausbreiten konnte und die Besetzung angegriffen. Aber die Besetzer haben sich scheinbar ins Nachbarhaus zurückgezogen und halten aus, es kam zu Aktionen gegen die Bullen.

Was machen die Squater nun? Z.B. Engels lesen, »Zur Wohnungsfrage«.

A Chronology of Recent Events in the Bay Area

Linked below is a brief summary of events that have occurred over the past two and half weeks in the Bay Area as part of the nation-wide anti-police movement. It was posted to an anarchist website two days ago. It is the best chronology yet compiled of what’s been going on here. It contains some analysis but you can expect more to come in the near future.

CrimethInc. Ex-Workers’ Collective: »From Ferguson to Oakland: 17 Days of Riots and Revolt in the Bay Area« http://www.crimethinc.com/texts/r/from-ferguson-to-the-bay/

Zu den im Text erwähnten Vorgängen in Oakland 2011/2012 vergleiche die Broschüre »Die Kommune von Oakland – Allerlei Texte zu den erfolgreichen Fehlschlägen«.

Neue insurrektionalistische Propaganda

Ein nihilistischer Genosse hatte Langeweile, dazu einen Computer mit Internetanschluss. So entstanden zwei Videos, die versuchen die Idee, den Aufstand auf den Straßen zu beginnen, zu streuen, diesmal auf eher lustige Weise. Wir leihen ihm gerne unseren Namen für diese Agitation.

French Rag – Riots in November 2014 (Nantes, Rennes, Paris…)

Modern Times – Belgish workers on strike

Eine weitere Verbreitung der Videos ist erwünscht. Gerne kann auch Material für neue Videos erstellt werden.

Die Wut ist auf der Straße

Schaut euch die belgischen Kolleginnen und Kollegen an, das ist eine Antwort an die Herrschenden, die nicht auf Knien geht!

»Sie sollen die Finger vom Geld der Hafenarbeiter lassen. Wenn sie das nicht tun, dann kommt es eben hart auf hart.«
Kranführer Marc Mouzicos gegenüber VRT-Nieuws, 6.11.14

Reallohneinbußen, Renteneintrittsalteranhebung, Hartz IV, Niedriglohnsektor, 2-Klassen-Medizin, Rentenarmut, usw., usf. – hierzulande ist es üblich, solche Reformen genannten Raubzüge bei den Arbeitern und Armen hinzunehmen als wären sie naturgegeben wie schlechtes Wetter. Motzen und meckern: okay, aber nur in den eigenen Vier-Wänden, vielleicht noch in der Kneipe; Protest oder gar Widerstand: bloß nicht. Da sind sich Arbeiter und Gewerkschaften mit den Herren der Produktion einig.
Das ist nicht in allen Ländern so. Aktuell rumort es in Belgien ein wenig. Gewerkschaften und Linksradikale hatten für den 6.11. zu einem landesweiten Streik gegen die »Sparpolitik« der Regierung aufgerufen, in manchen Fabriken standen die Maschinen komplett still, in anderen nicht, in vielen Regionen sollen bis zur Hälfte der Produktion ausgefallen sein. 120.000 Arbeiterinnen und Arbeiter demonstrierten in Brüssel. Es entwickelten sich Auseinandersetzungen als Antwerpener Hafen-Arbeiter die Polizei angriffen, Steine flogen, einige Autos wurden zu brennenden Barrikaden umfunktioniert, es gab Verletzte auf beiden Seiten; eine hübsche Bilderstrecke findet sich hier: http://www.dailymail.co.uk/news/article-2824057/Brussels-burns-100-000-protesters-clash-police-march-against-EU-austerity-measures.html. Dies war erst der Auftakt zu einer Kampagne gegen die europäische und belgische Austeritätspolitik. Höhepunkt soll ein Generalstreik im Dezember sein.
Bereits 2012 zeigten sich 250 belgische Ford-Arbeiter, die aufgrund der geplanten Werkschließung aus Genk nach Köln kamen, rabiater als ihre deutschen Kollegen. »Arbeiter aus Belgien haben vor dem Ford-Werk in Köln randaliert. Sie zündeten vor der Europa-Zentrale des amerikanischen Autobauers mehrere Autoreifen an, stürmten auf das Firmengelände und warfen Fensterscheiben ein – aus Protest gegen die geplante Schließung des Ford-Werks im belgischen Genk.« Die 400 angerückten deutschen Bullen seien mit Böllern beworfen worden. (»FAZ«, 7.11.12) Einer der belgischen Arbeiter stand letzte Woche in Köln vor Gericht, fünf weitere sollen im kommenden Sommer vor den Kadi gezerrt werden.

Warum sympathisiert das Büro für mentale Randale mit belgischen Arbeitern, die ihre Situation im Kapitalismus verteidigen wollen? Weil sie nicht bereit sind, alles still zu erdulden. Weil eine Selbstorganisation der Proletarisierten nicht vom Himmel fällt. Weil eine Bewegung sich radikalisieren kann; und wenn sie es nicht tut, sondern zusammenbröselt machen die Proleten doch Erfahrungen, die sie sonst nicht machen. – Die deutsche Friedhofsruhe aber kann nur noch ätzender werden. Die faschistische Hölle bricht da aus, wo vorher alles kampflos hingenommen wurde.

Das ist unser Haus! Einige Anmerkungen zur Flüchtlingsfrage und der deutschen Arbeiterbürokratie

Ihr dürft alles tun was euch beliebt, aber ja nicht den Butterteller zerbrechen“

 

Dass es „bei uns“ immer ordentlich zugeht versteht sich ja von selbst. Bezirksverwaltung und Senat verstanden es zuvor bereits das Camp, das Flüchtlinge am Oranienplatz errichtet hatten, zu räumen, die vormals von einigen dutzend Flüchtlingen und Obdachlosen besetzte ehemalige Gerhart-Hauptmann-Schule wieder unter staatliche Obhut zu zwingen und viele der ehemaligen Bewohner in auswärtigen Lagern unterzubringen oder gleich in Abschiebehaft zu nehmen; alles nach den Spielregeln von politischer Erpressung und demokratischer Gewalt. Als man die Grüppchen der Flüchtlinge durch polizeiliche Belagerung und hinhaltende Vereinbarungen, die fast so unnütz wie fadenscheinig waren, zermürbt hatte, konnte man den verbleibenden Widerstand bis jetzt noch immer brechen – um sich schließlich noch nicht einmal an die ausgehandelten Vereinbarungen zu halten.

Doch entgegen den auf Gehorsam gedrillten deutschen Musterarbeitern und ihrer körperschaftlichen Vertretung legen die Flüchtlinge, die nicht mehr viel zu verlieren haben, eine Renitenz zu Tage die nun die braven Arbeiterbürokraten des DGB düpierte. Ende September besetzten rund 20 Flüchtlinge das Haus des Deutschen Gewerkschaftsbundes, um ihre Aufnahme in die Gewerkschaften und die Ausübung politischen Drucks zur Einforderung ihrer Rechte zu verlangen. Sie brachten damit zum Ausdruck, was die moderne Gesellschaft tatsächlich erzeugt hat: eine internationale Klasse von Abhängigen: abhängig vom Verkauf ihrer Arbeitskraft an das Kapital, abhängig von der jeweiligen Lage des Arbeitsmarktes und der jeweiligen nationalen Verwaltung, ihren Gesetzen und Autoritäten. Auf die, deren Lage derart unerträglich ist, dass sie sich auf den Weg nach Europa machen, warten Stacheldraht, Grenzpatrouillen und Schwarzarbeit, da ihnen die Teilnahme an der Konkurrenz des legalen Marktes versperrt bleibt. Zu diesem staatlichen Rassismus gesellt sich die Hetze der (rechten) Presse, die die rassistischen Rattenärsche weiter brabbeln.

Die Unruhestifter bekamen eine weitere Lektion in Sachen Ordnung in der deutschen Republik. Der DGB meinte ihnen großzügigerweise erst einmal ein siebentägiges „Gastrecht“ gewähren zu können, kündigte es ihnen allerdings auf als die Hosenscheißer feststellen mussten, dass es den Gästen mit ihren Forderungen ernst ist, und erstattete Anzeige wegen Hausfriedensbruch. (Vielleicht hofften unsere Vereinsmeier, die Flüchtlinge würden die offizielle deutsche Gewerkschaftstaktik imitieren: ein zahnloses Ritual ohne Konsequenzen, etwas lyrischer ausgedrückt ähnelt sie einem stumpfen Messer ohne Klinge, dem der Griff fehlt.)

Die Staatsmacht sorgte dann für Ordnung, trat wie gewohnt martialisch in voller Straßenschlachtmontur auf – es waren laut Augenzeugen etwa 200 Bullen – und begleitete die Protestierenden ein wenig unsanft aus dem Haus. Der Frieden war wieder hergestellt!

Man war ja auch, wie ein DGB-Sprecher jammerte, in seiner „täglichen Arbeit stark behindert“ und bis „an die Grenze der Belastbarkeit gebracht“; außerdem habe der DGB „klar umrissene soziale und gewerkschaftspolitische Aufgaben. Flüchtlingshilfe gehört nicht dazu…

Die vorhandenen zaghaften Sympathien organisierter Arbeiterinnen und Arbeiter, ihre Empörung über die Funktionäre nach der Räumung, sowie die Solidaritätsbekundungen der Refugees mit den hiesigen Lohnabhängigen könnten für diese Ordnung zu einer Bedrohung werden.

Der Weg der Petitionen ist einer, den man nur bis zu der Einsicht gehen wird, dass der gegenwärtige Zustand nicht reformierbar ist. Man wird sich radikalisieren müssen. Die Empörung und die Wut über das moderne Leben überhaupt, die Gängelung und die Langeweile, die Würdelosigkeit und die Ausbeutung schreibt keine herzerwärmenden Erklärungen mehr, die von schwachsinnigen Politikern gelesen werden sollen.

Die Gewerkschafterei ist eine Form der Vermittlung zwischen Kapital und Arbeit, die den Fortbestand von Ausbeutern und Ausgebeuteten bedeuten muss. Die Selbstorganisierung des Proletariats wird den Autoritäten und Repräsentanten ihren Platz auf den Schutthalden der Geschichte weisen (das gilt im übrigen auch für die linken „Führer“ und ihre obskuren Grüppchen), das ist unbedingt verbunden, mit der gesellschaftlichen Aneignung der Produktionsinstrumente, der Aufhebung der Klassenspaltung, dem Ende der Geschlechtertrennung, der Abschaffung der Grenzen, der Liquidierung des Staates.

Dossier auf LabourNet zur Besetzung: http://www.labournet.de/interventionen/asyl/antirassistische-ini/fluchtlinge-besetzen-das-berliner-dgb-haus/

[copy & paste]: ferguson fighting fear with fire: a compilation

A fine piece of what happened in Ferguson, on the role of the police and the peaceful protest, clergymen, politicians and a powerful youth.

FROM    DIALECTICAL-DELINQUENTS.COM

 

“The focus on the precise minutae of what happened or didn’t happen – whether Mike Brown reached for the cop’s gun, how many witnesses saw it  or whatever –  helps detract from the obvious:  cops are there to protect and serve this system and the capitalist mass murderers (black or white) who profit from it. Which is why all that idiocy about getting some police accountability (e.g. the Anonymous video about the situation in Ferguson) is just so much reformist shit aimed to get people to yet again believe that they could control the cops through some bourgeois democratic crap. The abolition of the cops as a specialised form of social control involves abolishing the stupid society which needs these filth. To the question “who polices the police?” the answer should be – “the mass community of proletarians abolishing their enslaved situation” – ie no specialists-in-order.”

 “Wherever you find injustice, the proper form of politeness is attack.” – T-Bone Slim