Minimalprogramm der Axt

love us or hate us!

»wo die feuer der klassenwidersprüche auflodern, bringen wir benzin.«

1.

Wir wissen, dass diese Einrichtung der Welt nichts verdient als ihre Abschaffung; die Wahrheit über diese Gesellschaft ist nichts anderes als die Negation dieser Gesellschaft.

2.

Abzuschaffen sind alle Beziehungen des gegenwärtigen gesellschaftlichen Lebens, ohne ihr Ende ist nichts zu haben, ganz einfach aus dem Grund, daß der Kapitalismus eine Totalität ist, also Herrschaft & Ausbeutung die Gesamtheit der sozialen Beziehungen umfaßt: Klassen und Staaten, Arbeit und Freizeit, Ware und Städtebau, Ideologien und Nationen, Familie und Geschlechterverhältnis – alles taugt nur zum wegwerfen.

3.

Wir haben daher kein positives Programm, denn unser Programm ist vernünftig: es ist das Programm der Abschaffungen.

4.

Erfreut stellen wir fest, daß einige unserer Programmpunkte bereits in der Praxis der global verstreuten Revolten der letzten Jahre zum Vorschein kamen. Von London bis Argentinien wurden Güter aus den Warenhäusern und Supermärkten gegen die Logik der Ware massenhaft ohne Einsatz von Geld entwendet; von Spanien bis Polen wird Bezahlung für den Wohnraum verweigert; Teile der Jugend kämpfen von Tunesien bis Ägypten gegen die Religion und ihren Tugendterror; Bullenwachen brennen von Athen bis Kairo. – Im Angriff auf die Polizei kulminiert bekanntlich das Bedürfnis nach Befreiung.

5.

Die Einwände gegen dieses Programm sind so unzählig wie sie albern sind; sie laufen alle darauf hinaus, wir wollten viel zu viel, daß es ganz und gar nicht konstruktiv, ja: unrealistisch sei.
Was aber ist unrealistisch? Unrealistisch ist doch, daß die Menschheit noch 50 Jahre Kapitalismus überlebt ohne sich und ihren Planeten unwiderruflich zugrundegerichtet zu haben; unrealistisch ist in Zeiten der Krise aller reformistischer Bullshit; vor allem aber ist es unrealisitsch, daß selbst wenn aller Reformismus wahr würde, er aus diesem Planeten einen Ort machen würde, an dem sich das Leben genießen ließe. Gäbe es denn nicht auch mit Großbild-Plasma-Fernseher, Zweitwagen und Urlaub mit Vollpension für alle immer noch Gründe genug zu revoltieren? Ist nicht selbst bei flexibelster Gleitzeit die Diktatur der Wecker zu stürzen?

6.

Habt ihr keine Waffen, so habt ihr doch Streichhölzer – jagt die Zwingburgen der Kapitalisten in die Luft, kauft euch Streichhölzer und steckt die Maschinerie des Staates in Brand, holt auch Dynamit und laßt keinen Stein auf dem anderen, denn diese Welt ist nicht mehr zu retten.

Nieder mit der Diktatur der erlaubten Genüsse!
Die deutsche Langeweile ist zum kotzen!

Schmiedet Eure ÄXTE!

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One comment

  1. Pingback: Büro für mentale Randale | communists in situ

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